Je 25.000 Euro für Klimaanpassung in Dresden, Osnabrück und im Landkreis St. Wendel

Das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik haben die Gewinner des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2020“ öffentlich bekannt gegeben. Aus 176 Bewerbungen in vier unterschiedlichen Kategorien hat die Jury – aus Vertreter*innen von Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und den kommunalen Spitzenverbänden – zehn Siegerprojekte ausgewählt. Die Gewinner erhalten je 25.000 Euro für weitere Klimaaktivitäten. In der Kategorie „Klimaanpassung in der Kommune“ sind die Landeshauptstadt Dresden, die Stadt Osnabrück und der Landkreis St. Wendel ausgezeichnet worden.

Die Landeshauptstadt Dresden (Sachsen) erhält die Auszeichnung für ihre „Selbstverpflichtung zur Klimaanpassung bei kommunalen Hochbauvorhaben“.

Mit einem ämterübergreifenden Erarbeitungsprozess ist es der Stadt erfolgreich gelungen, das Thema Klimaanpassung in der Verwaltung sowie bei vielen Akteuren zu verankern, um die Stadt klimagerecht weiterzuentwickeln.

Das Gewinnerteam aus Dresden © hearts and minds/difu

Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, zur Verwendung des Preisgelds:
„Wir planen an einem kommunalen Gebäude, welches bereits eine Dachbegrünung hat, weitere Schritte zur klimaangepassten Bauweise vorzunehmen. So soll der Gebäudekomplex in der Gehestraße 8 in Dresden-Pieschen zusätzlich eine Fassadenbegrünung erhalten. Um die öffentliche Wahrnehmung der Themen Klimawandel und Klimaanpassung zu erhöhen, werden Ausstellungstafeln im angrenzenden Grünzug aufgestellt. Sie informieren Interessierte über die Notwendigkeit und Ziele eines solchen Projektes und zeigen, welche positive Wirkung Gebäudebegrünung für das Stadtklima haben kann.“

Die Stadt Osnabrück (Niedersachsen) setzte sich mit ihrer „Gründachstrategie zur Klimafolgenanpassung“ durch.

Mit Hilfe eines Gründachkatasters, eines Förderprogramms und der Festlegung ökologischer Kriterien in der Bauleitplanung wirkt die Stadt den Folgen des Klimawandels erfolgreich entgegen.

Das Gewinnerteam aus Osnabrück © hearts and minds/difu

Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück zur Verwendung des Preisgelds: „Nur, wenn wir alle einen Beitrag leisten, können wir den Weg zu einer klimagerechten Stadt erfolgreich gehen. Daher soll das Preisgeld in die Begrünung eines weiteren städtischen Daches fließen.“

Der Landkreis St. Wendel (Saarland) gewann mit seinem großflächigen „Probeanbau der Energiepflanze ‚Durchwachsene Silphie’“.

Dank dieses Pioniergeistes kann die klimarobuste Energiepflanze nun einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten.

Gewinner Landkreis St. Wendel © hearts and minds/difu

Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises St. Wendel, zur Verwendung des Preisgelds:
„Der Landkreis St. Wendel stellt das Preisgeld dem Verein Zukunfts-Energie-Netzwerk St. Wendeler Land e.V. (ZEN) zur Verfügung. In dem Verein arbeiten seit vielen Jahren der Landkreis, die Kommunen, Unternehmen und verschiedene Institutionen sowie insbesondere Bürgerinnen und Bürger engagiert zusammen, um unsere Klimaschutzinitiative zu unterstützen und konkrete Projekte umzusetzen. Die Bandbreite der Projekte ist groß und reicht von der Öffentlichkeitsarbeit, über Bewusstseinsbildung in den Schulen bis hin zum Silphie-Projekt. Damit ist sichergestellt, dass das Preisgeld in konkrete Klimaschutzmaßnahmen und in deren begleitende Öffentlichkeitsarbeit fließt. Konkret soll mit dem Preisgeld der Probeanbau der Durchwachsenen Silphie weiter unterstützt werden. Wir wollen das Etablieren weiterer Flächen finanziell unterstützen und der Öffentlichkeitsarbeit rund um den Silphie-Anbau weiter nachgehen.“

Ausführliche Informationen und Kurzfilme zu diesen und allen weiteren Gewinnerprojekten unter www.klimaschutz.de/wettbewerb2020