„Stadtnatur“ neuer Förderschwerpunkt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreutet Bundesprogramms Biologische Vielfalt wurden bislang Vorhaben zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in folgenden Schwerpunkten gefördert:
– Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands,
– Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland,
– Sichern von Ökosystemleistungen
– weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie.

Auch dabei spielte Klimaanpassung in Kommunen bereits eine Rolle, beispielsweise im Projekt „Urbane Waldgärten“ oder im Projekt Urban-NBS. Ziel des neuen Förderschwerpunkts „Stadtnatur“ ist es nun, im Sinne der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt den Anteil an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich durch ein ökologisches Grünflächenmanagement zu erhöhen und die biodiversitätsfördernde Durchgrünung von Städten und Gemeinden zu verbessern. Dies umfasst vor allem:

  • die naturnahe Gestaltung und fachgerechte Pflege von Grün- und Freiflächen,
  • die Verwendung von heimischem oder gebietseigenem Saat- und Pflanzgut,
  • die Erhaltung von Alt- und Biotopbäumen sowie
  • den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und chemische Dünger.
  • Die Lebensräume siedlungstypischer sowie seltener oder gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sollen erhalten, entwickelt und vernetzt werden.

Ein weiteres Ziel ist die Bewusstseinsbildung: Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen u. a. soll der Wert und die Bedeutung von Stadtnatur z. B. durch zielgruppenspezifische Aktivierungs- und Beteiligungsformate sowie Bildungsangebote vermittelt werden.

Zur Umsetzung der Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt auf lokaler Ebene werden auch die Erstellung kommunaler Fachkonzepte und übergreifender kommunaler Strategien zur biologischen Vielfalt einschließlich der Durchführung beispielhafter Maßnahmen gefördert.

Förderkonditionen:

  • Der Antrag wird in einem zweistufigen Verfahren gestellt.
  • Alleine für die Projekte, in denen eine kommunale Biodiversitätsstrategie erstellt werden soll, gilt eine jährliche Stichtagsregelung (1.2. des Kalenderjahres).
  • Die Förderung erfolgt über einen Zuschuss von in der Regel 75%, höhere Förderquoten sind bei bei Finanzschwäche oder berechtigtem Bundesinteresse möglich.
  • Kontakt: Programmbüro für das BfN im DLR-Projektträger
    > Ute Borchers: ute.borchers@dlr.de
    > Kerstin Hille: kerstin.hille@dlr.de
    > Kerstin Klewer: kerstin.klewer@dlr.de
Alle Infos auf der Programmseite: 
https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/foerderschwerpunkte/stadtnatur.html

Gerne können Sie sich bei Fragen zur Förderung und Umsetzung von Klimaanpassung natürlich auch an die Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW wenden:
Telefon: 0221/340 308 12 oder E-Mail: info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de