Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2021: bis 16. August bewerben

Der Bodenschutzpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, soll das Flächenrecycling sowie das öffentliche Bewusstsein für den Schutz des Bodens unterstützen und stärken. Bewerben können sich alle Akteure, die sich die schonende Aufbereitung und Reaktivierung innerstädtischer Brachflächen zum Ziel gesetzt haben. Ausgelobt wird der Preis vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung.

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„Die Aufbereitung industriell vorbelasteter Brachflächen durch Flächenrecycling und Altlastensanierung ist eine wichtige Maßnahme des Flächen- und Umweltschutzes. Sie leistet einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung unserer Städte. Dadurch wird die Inanspruchnahme von Flächen im Außenbereich vermindert und Böden und Grundwasser werden vor schädlichen Einträgen geschützt.“, erläutert Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Berücksichtigt werden unter anderem modellhafte Strategien zur Entwicklung brach gefallener Areale, Beiträge zur Innenentwicklung und Standortverbesserung sowie die Berücksichtigung von Ressourcen- und Klimaschutz und Maßnahmen der Klimawandelvorsorge.“

Teilnahmevoraussetzungen

Der Landeswettbewerb richtet sich an alle Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik und Handwerk, an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und kommunale Arbeitsgemeinschaften sowie private Kooperationen, Arbeitsgemeinschaften, Partnerschaften, wie zum Beispiel Ingenieur- und Planungsbüros, Architekten, Landschaftsarchitekten, Projektentwickler, Stadtplaner, Grundstückseigentümer, Bauträger und Baufirmen.

Eingereicht werden können Projekte, die auf baulich vorgenutzten Flächen in Nordrhein-Westfalen bis 2020 realisiert wurden und eine erkennbare und konkrete Folgenutzung zeigen.

Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbung erfolgt online über: https://www.aav-nrw.de/bodenschutzpreis-2021.html.
Bewerbungsschluss ist der 16. August 2021 um 12 Uhr.

Folgende Kriterien werden berücksichtigt:

  • Modellhafte Strategien zur Entwicklung brach gefallener Areale
  • Beitrag zur Innenentwicklung und Standortverbesserung
  • Berücksichtigung von Ressourcen- und Klimaschutz sowie Maßnahmen der Klimawandelvorsorge wie z. B.
  • Separierung und Wiederverwertung von unterschiedlich qualitativem und belastetem Bodenmaterial und Bauschutt
  • Bodenschonender Umgang bei Abbruch, Sanierungsdurchführung, Wiedereinbau und Rekultivierung
  • Bodenkundliche Baubegleitung
  • Schaffung von Lüftungsschneisen
  • Schaffung von Wasser- und Vegetationsflächen (Grün-Blaue Infrastruktur)
  • Förderung der Bodenkühlleistung
  • Dach- und Fassadenbegrünung
  • Ressourcenschonender Umgang mit Baustoffen (Kreislaufwirtschaft) und Verwendung natürlicher Baumaterialien
  • Realisierung auf baulich vorgenutzten Flächen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020
  • Sichtbarkeit einer erkennbaren und konkreten Folgenutzung
  • Einverständnis aller am Projekt Beteiligten zur Teilnahme am Wettbewerb

Jury und Preisverleihung

Die eingereichten Projekte werden zunächst von einer Fachkommission vorgeprüft und danach durch eine Jury beurteilt. Die Preisverleihung wird im Rahmen einer Feier durch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am 2. Dezember 2021 in Düsseldorf stattfinden.

Hintergrundinfos zum AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 Prozent der Finanzierung auf.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.